AKW Krümmel: Höhn: Bei Vattenfall geht Profit vor Sicherheit

26. August 2009 07:10

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Autor:

Ronny Richert

atomOsnabrück (ddp-dnb). Vor der Sondersitzung des Bundestags-Umweltausschusses am Mittwoch der laufenden Woche zu Pannen im Atomkraftwerk Krümmel fordern die Partei der Grünen das Aus für den Meiler und den Lizenzentzug für derzeitigen Betreiber Vattenfall.

Die zuständige Grünen-Fraktionsvize Bärbel Höhn erklärte der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (in der heutigen Ausgabe): «Das AKW Krümmel muss so schnell wie möglich abgeschaltet werden. Denn dem Betreiber Vattenfall fehlt jede Sicherheitskultur», so die Politikerin wörtlich. Die Partei der Grünen stützten sich in ihrem aktuellen Urteil auch auf die aktuellen Aussagen des früheren Reaktorkonstruktionschefs bei Vattenfall, Lars-Olov Höglund, der in der Zwischenzeit die schwedische Regierung bei der Novelle des Atomgesetzes berate.

Nach Höhns aktuellen Angaben hält Höglund die geänderte Unternehmensphilosophie Vattenfalls seit den 90er-Jahren «für die Ursache der unzureichenden Sicherheitskultur». Statt entsprechenden Technikern säßen nun Betriebswirtschaftler und Juristen an den entscheidenden Stellen. Höhn erklärte desweiteren: «Profit geht bei Vattenfall vor Sicherheit.»

Die zuständige Grünen-Fraktionsvize verwies desweiteren auf die aktuelle Studie der Grünen, die von der bekannten Physikerin Oda Becker vorgenommen worden war. Die aktuelle Untersuchung belege drei entscheidende Vorwürfe: «Der Meiler ist störanfällig, die Betreibermannschaft überfordert und die Sicherheitskultur Vattenfalls mangelhaft», meinte Höhn zum Abschluss.

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