Amoklauf Winnenden: Falsche Täterbeschreibung verzögerte Fahndung

25. April 2009 07:57

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admin

Eine falsche Personenbeschreibung hat das Ausmaß des vergangenen Amoklaufs in Winnenden im Bundesland Baden – Württemberg möglicherweise deutlich vergrößert.

Das deutsche Nachrichtenmagazin “Focus” berichtete vorab unter Berufung auf entsprechende Ermittlungsakten, die zuständige Polizei habe den Amokläufer von Winnenden zwei Mal bemerkt, den Schützen jedoch aufgrund einer falschen Personenbeschreibung für einen Unbeteiligten gehalten. Die Besatzung eines Hubschraubers der Polizei habe den 17 Jahre alten Tim K. am 11. März diesen Jahres gegen 12.20 Uhr auf dem Hinterhof eines Autohauses in der Ortschaft Wendlingen entdeckt.

Die Beamten der Poilizei hätten den 17 jährigen jedoch “aufgrund seines unauffälligen Verhaltens und der abweichenden Personenbeschreibung zunächst nicht als Täter erkannt”, so wird in Polizeisprecher in dem Magazin zitiert. Auch bei einer zweiten Ortung ungefähr 60 Sekunden später hätten die Beamten der Polizei den 17 jährigen Amokschützen nicht identifiziert, schrieb das Blatt weiter in seiner kommenden Ausgabe weiter. Wäre es den Polizisten gelungen, hätten sie ihre Kollegen per Funk vor dem AmokschützenTim K. rechtzeitig warnen können. Zwei Beamte in Zivil wurden durch Schüsse des 17 Jahre alten Amokschützen schwer verletzt, anschließend erschoss der junge Täter sich selber.

Wer der 17 Jahre alte Amokläufer war, wussten die entsprechenden Fahnder dem Magazin zufolge bereits sehr früh. In dem Rucksack, den der Amokläufer Tim K. vor seinem Verbrechen in der Toilette der Schule zurückgelassen hatte, befanden sich nach aktuellen Informationen eine Monatskarte der Stuttgarter Verkehrsbetriebe sowie der Personalausweis des Jugendlichen.

Bei dem Amoklauf im März diesen Jahres tötete der 17 jährige Tim K. 15 Menschen und anschließend sich selbst.

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