Behörden an den Küsten rüsten gegen verstärkten Eisgang

7. Januar 2010 16:49

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Ronny Richert

ddpEisfrei sind derzeit noch große Wasserstraßen wie der Nord-Ostsee-Kanal

Kiel (ddp-nrd). Angesichts des anhaltend strengen Frostes rüsten Schifffahrtsexperten auf den Wasserwegen entlang der deutschen Küsten derzeit gegen einen verstärkten Eisgang. Bislang seien zwar noch keine massiven Eisbrechereinsätze nötig, auf einigen Wasserstraßen müssten jedoch erste Schiffe für die Eisfreihaltung sorgen, sagte der Sprecher der für die Wasserstraßen des Bundes von Cuxhaven bis Stralsund zuständigen Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord, Matthias Viesser, am Donnerstag in Kiel.

Im Bereich der nur noch knapp zwei Plusgrade warmen Ostsee bringt das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Lübeck vorsorglich Fahrrinnentonnen in Sicherheit, damit die Seezeichen nicht durch die Schollen unter das Eis gedrückt und beschädigt werden. Viele Tonnen seien mit teurer Technik und Elektronik bestückt, sagte Viesser. Zudem würden sämtliche Leuchttürme auf 24-Stunden-Betrieb umgestellt.

Eisfrei sind derzeit noch große Wasserstraßen wie der Nord-Ostsee-Kanal. Auch an den Kanalschleusen in Brunsbüttel oder Kiel-Holtenau gebe es bislang noch keine Probleme etwa durch zusammengeschobene Schollen, sagte Viesser. In der Flensburger Förde drohe dagegen ein kleiner Hafen zuzufrieren. Hier sei derzeit das Arbeitsboot “Pirol” vom Außenbezirk des WSA Lübeck im Einsatz.

In Ostvorpommern ist der Tonnenleger “Ranzow” zum Eisaufbruch auf der Peene unterwegs. Das Schiff hält den Angaben zufolge auch im Strelasund die Nordansteuerung für den Stralsunder Hafen offen. In der Ostansteuerung sorgt das Mehrzweckschiff “Arkona” für den ersten Eisaufbruch.

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