Berlin: Wowereit: Berlin ist in 20 Jahren zusammengewachsen
Berlin (ddp-bln). Zu Beginn des diesjährigen Gedenkjahres «20 Jahre Mauerfall» hat Berlins zuständiger Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit von der SPD auf die «riesigen Leistungen» beim Zusammenwachsen der Hauptstadt Berlin verwiesen. Der Politiker Wowereit sagte am heutigen Mittwoch im RBB-Inforadio: «Für viele, die neu in die Stadt kommen, ist gar nicht mehr zu sehen, was war früher Ost und was war West», so der Politiker wörtlich.
Auf die Frage hin, ob authentische Zeugnisse der Teilung nicht zu früh aus der Hauptstadt Berlin verschwunden seien, räumte der Politiker Wowereit ein: «Man hätte exemplarisch noch mehr stehenlassen sollen.» Zum anderen habe aber die Jahre 1989/90 eine «euphorische Stimmung» geherrscht, «keiner wollte diese Schandmauer länger ertragen», so der Bürgermeister Berlins weiter. Es gebe gleichwohl historische Orte wie zum Beispiel die Bernauer Straße, die etwa mit mehreren Dokumentationen an die damalige Mauer erinnerten.
Der Politiker Wowereit fügte desweiteren hinzu, künftige Generationen müssten ganz genau wissen, «was Diktatur in der DDR bedeutet hat.» Dazu gehöre unter anderem auch das Gedenken an die «vielen Opfer des Terrorsystems», so der SPDler. Bei allen starken Belastungen in der Gegenwart, erklärte Wowereit weiter, sollte man sich immer wieder ganz deutlich machen, wie glücklich die Deutschen beim damaligen Mauerfall am 9. November des Jahres 1989 gewesen seien.