Berliner Charite-Tochterfirma unterläuft Mindestlohnregelung
Die Charité begründet die niedrigen Stundensätze mit ihren finanziellen Defiziten
Berlin (ddp-dnb). Die Universitätsklinik Charité der deutschen Hauptstadt unterläuft einem aktuellen Medienbericht zufolge im Bereich Sicherheitspersonal deutlich den vom Berliner Senat kürzlich beschlossenen Mindestlohn von genau 7,50 Euro.
Wachschützer, die bei dem Berliner Tochterunternehmen Charité Facility Management (CFM) arbeiten, erhielten zum jetzigen Zeitpunkt gerade mal 5,55 Euro in der Stunde, schreibt die “Berliner Morgenpost” (heutige Ausgabe) unter Bezug auf einen aktuellen Bericht der Senatsbildungsverwaltung.
Die Berliner Charité habe die derzeitigen sehr niedrigen Stundenlöhne mit ihren finanziellen Defiziten begründet. Der zuständige Vorstandschef Karl Max Einhäupl kündigte den aktuellen Angaben zufolge jedoch eine entsprechende Erhöhung auf mindestens 5,80 Euro pro Stunde ab November diesen Jahres an. Der Senat der Stadt Berlin wies laut der Tageszeitung darauf hin, dass mit Inkrafttreten des sogenannten Vergabegesetzes auch von den deutschen Subunternehmen des Landes 7,50 Euro in der Stunde bei neuen Verträgen auf jeden Fall gezahlt werden müssten.