Contergan: Grünenthal zahlt 50 Millionen Euro in Contergan-Stiftung ein

16. Juli 2009 08:48

Artikel teilen

Autor:

admin

Ungefähr 50 Jahre nach dem schrecklichen Contergan-Skandal hat das zuständige Pharmaunternehmen Grünenthal weitere 50 Millionen Euro in die entsprechende Stiftung für die Opfer des Medikaments überwiesen. Die Contergan-Stiftung verfüge damit in Zukunft über ein Kapital von mehr als 100 Millionen Euro, mit dem in den nächsten 25 Jahren Sonderzahlungen von pro Jahr bis zu 3.500 Euro an die betroffenen Menschen gezahlt werden sollen, teilte das zuständige Unternehmen am gestrigen Mittwoch in der Stadt Aachen mit.

Das Schlafmittel Contergan, das Grünenthal im Jahre 1957 auf den internationalen Markt gebracht hatte, hat in weltweit ungefähr 10.000 Fällen starke Missbildungen bei neugeborenen Kindern ausgelöst. Der zuständige Hersteller nahm das Medikament im November des Jahres 1961 wieder komplett vom Markt. Bis dahin kamen in Deutschland ungefähr 5.000 teilweise schwer missgebildete Kinder zur Welt, ungefähr 2.800 Betroffene leben zum jetzigen Zeitpunkt noch.

Das Familienunternehmen Grünenthal ist zum jetzigen Zeitpunkt ein forschendes Pharmaunternehmen, welches sich noch immer mit Schmerztherapie beschäftigt. Das im Jahre 1946 gegründete Unternehmen erzielte zuletzt mit ziemlich genau 5.200 Mitarbeitern einen Umsatz von mindestens 864 Millionen Euro.

Hinterlassen sie einen Kommentar