Hertie muss 54 Kaufhäuser schließen
Essen – Biner Bähr, der zuständige Insolvenzverwalter von dem Unternhemen Hertie, hat heute die Einstellung des Geschäftsbetriebs der Warenhauskette vorgeschlagen.
Es sei nicht mehr mit einer Einigung mit den anderen Gesellschaftern zu rechnen, sagte er vor der Gläubigerversammlung in der Stadt Essen. Nachdem die Versammlung zugestimmt hatte muss das Unternehmen Hertie nun alle 54 Filialen und die Essener Unternehmenszentrale schließen, den 2.600 Mitarbeitern der Kaufhauskette droht die Arbeitslosigkeit.
Gestern hatte eine an einem Einstieg bei der insolventen Warenhauskette interessierte Investorengruppe ihr Angebot in letzter Sekunde zurückgezogen. Für den Abbruch der aktuellen Verhandlungen hatte Schuchardt, Sprecher der Investorengruppe, den Hertie-Haupteigentümer “Dawnay Day” aus Großbritannien verantwortlich gemacht. Die Briten hätten nur ein Interesse am Verkauf der entsprechenden Immobilien gehabt, und sei nicht bereit gewesen, die Mieten für die Kaufhäuser zu senken.
Die Kette Hertie hatte am 31. Juli des letzten Jahres Insolvenz angemeldet, nachdem der britische Haupteigentümer “Dawnay Day” im Zuge der internationalen Finanzkrise in herbe finanzielle Schwierigkeiten geraten war.(dts/dnb/rr)
read: 277 · today: 3 · last: 5. März 2010









1 Comments
2009-05-22
00:21:46
Dawnay Day ist Hertie wirklich nicht gut bekommen, aber diesem Investor die Alleinschuld zu geben, überzeugt nicht. Immerhin war Hertie ja zuvor schon einmal vom Markt verschwunden. Ohne die Kaufhäuser einer Komplettsanierung zu unterziehen, wäre es unter jedem anderen Dach ebenso weit gekommen. Und das Schicksal von Woolworth und die Fusionsbestrebungen von Karstadt und Kaufhof beweisen, wie ernst die Lage auf dem Markt der Waren- und Kaufhäuser ist.
Godwi