Niedersachsen Integration behinderte Schüler: Sozialverband fordert bessere Integration

 

ddpKritik an der Landesregierung des Landes Niedersachsen

Hannover (ddp-dnb). Der Sozialverband der Bundesrepublik Deutschland (SoVD) hat von der Landesregierung des Bundeslandes Niedersachsen mehr Engagement für den gemeinsamen Schulbesuch von behinderten und nicht behinderten Kindern gefordert.

Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, die die deutschen Bundesländer verpflichte, ein inklusives Bildungssystem zu schaffen, liege in dem norddeutschen Bundesland Niedersachsen im Moment auf Eis, erklärte der schulpolitischer Sprecher des SoVD, Ernst-Bernhard Jaensch, am Donnerstag in der Landeshauptstadt Hannover.

Einer Erhebung des SoVD zufolge besuchen in dem Bundesland Niedersachsen gerade Mal 4,7 Prozent aller Kinder mit Behinderung eine entsprechende Regelschule. Damit sei das Bundesland deutschlandweit auf dem letzten Platz. “Ein Gesetzentwurf der Grünen-Landtagsfraktion dazu existiert seit Mai des vergangenen Jahres, die  zuständige Landesregierung hat bis heute außer mit einer Anhörung nicht entscheidend reagiert oder gar einen eigenen Entwurf vorgelegt”, kritisierte Jaensch am heutigen Donnerstag.

Die zuständige schwarz-gelbe Regierungskoalition müsse nun “schleunigst ein Aktionsprogramm” vorlegen, so der Jaensch in seiner Stellungnahme weiter. Im Schulgesetz des Landes Niedersachsen müsse desweiteren der Vorrang einer gemeinsamen Beschulung und ein Wahlrecht der entsprechenden  Eltern festgeschrieben werden.

read: 117 · today: 2 · last: 13. März 2010

 
 
 

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