Steuersünder: Bundesweit immer mehr Selbstanzeigen von Steuersündern
Meldungen in einer Reihe von den deutschen Bundesländern eingegangen
Berlin (ddp-dnb). Nach dem von den deutschen Behörden angekündigten Ankauf von Steuersünder-Dateien aus dem Ausland steigt in der ganzen Bundesrepublik Deutschland die Zahl der Selbstanzeigen.
Bei den Finanzämtern in der deutschen Bundeshauptstadt Berlin gingen bis Montag der laufenden Woche 36 solcher Anzeigen ein, wie eine zuständige Sprecherin der Berliner Finanzverwaltung auf ddp-Anfrage erklärte. Am Freitag der vergangenen Woche seien es noch drei gewesen. “Wir begrüßen, dass die Betroffenen sich melden und beobachten die Entwicklung mit Interesse”, betonte die Sprecherin in dem aktuellen Interview.
Auch in der norddeutschen Hansestadt Hamburg zeigten sich nach aktuellen Angaben der örtlichen Finanzbehörde bis zum heutigen Tage zehn Bürger selbst an. In dem norddeutschen Bundesland Schleswig-Holstein hat das zuständige Finanzministerium eigenen aktuellen Angaben zufolge bis jetzt vier Selbstanzeigen registriert.
In dem norddeutschen Bundesland Niedersachsen haben sich bis zum heutigen Tage 32 Bundesbürger gemeldet. Einer zuständigen Sprecherin des Finanzministeriums zufolge sind durch die nachgemeldeten Summen Steuereinnahmen in Höhe von ziemlich genau 2,6 Millionen Euro zu erwarten.
Auch in dem süddeutschen Bundesland Bayern meldeten sich entsprechende Steuersünder, wie eine zuständige Sprecherin des Bayerischen Landesamts für Steuern erklärte. Genaue Zahlen konnte die Sprecherin allerdings nicht nennen und wollte auch einen direkten Zusammenhang mit der umstrittenen Steuersünder-CD zunächst nicht offiziell bestätigen.
Bis zum Ende der letzten Woche hatten sich in dem Bundesland Hessen nach aktuellen Angaben der Oberfinanzdirektion 27 Steuersünder bei den entsprechenden Finanzämtern im Land selbst angezeigt.
Aktuellen Medienberichten zufolge wollten Steuerfahnder aus dem westdeutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen am letzten Wochenende eine CD mit Daten von 1500 Steuersündern, die in dem Nachbarland Schweiz Konten unterhalten, von einer unbekannten Person kaufen. Mit ihren rechtzeitig eingegangenen Selbstanzeigen und der Nachzahlung der Steuern plus Zinsen können die betroffenen Bundesbürger den aktuellen Angaben zufolge vollständig straffrei ausgehen.
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