Trinkwasser zu hoch mit Uran belastet
Viele Mineralwasser in Deutschland sind laut der Verbraucherorganisation Foodwatch zufolge mit zu viel Uran belastet. Bei ziemlich genau 825 Messungen von 435 Marken sei diese entsprechenden Belastung in jedem achten Fall viel so hoch, dass gesundheitliche Risiken für den menschlichen Körper nicht ausgeschlossen werden könnten, teilte die Organiasation Foodwatch am heutigen Dienstag mit.
Demnach wurden bei mindestens 104 Messungen mehr als zwei Mikrogramm Uran pro Liter Mineralwasser ausgemacht. Solche Wasser seien vor allem für Neugeborene, Säuglinge und Kleinkinder nicht sicher, betonte foodwatch-Chef Thilo Bode in einer Stellungnahme. Das Schwermetall kann vor allem wegen seiner sehr Giftigkeit zu schweren Nierenschäden bei den entsprechenden Menschen führen. Aus diesem Grund müsse die deutsche Bundesregierung gesetzliche Grenzwerte für Mineral- und Trinkwasser in Höhe von zwei Mikrogramm pro Liter auf den schnellsten Wege festlegen.
Ein Großteil der von der Organisation Foodwatch detailliert ausgewerteten Messdaten zeigt einen Wert von weit unter zwei Mikrogramm pro Liter Wasser, wie die Organisation am heutigen Dienstag mitteilte. Bei vier unterschiedlichen Marken und zwei weiteren Heilwassern seien aber immerhin mehr als zehn Mikrogramm pro Liter Wasser gemessen worden.
Auch bekannte deutsche Mineralwasser wie zum Beispiel S. Pellegrino und Perrier von Nestlé seien übermäßig hoch mit dem Schwermetall Uran belastet. Foodwatch forderte das Unternehmen Nestlé als global größter Anbieter von Mineralwasser auf, auf den entsprechenden Flaschen darauf hinzuweisen, dass die Wasser für Neugeborene, Säuglinge und Kleinkinder auf keinen Fall geeignet seien.