Wohnungsbrand Magdeburg: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Vater
Nach dem folgenschweren Wohnungsbrand am Mittwoch in der Stadt Magdeburg im Bundesland Sachsen Anhalt hat die federführende Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den Vater der beiden verletzten Mädchen und des toten Jungen aufgenommen.
Es bestehe der Verdacht der Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am heutigen Donnerstag auf ddp-Anfrage mit. Es werde derzeitig geprüft, ob sich der Vater der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung schuldig gemacht habe. Bei seiner aktuellen Vernehmung habe sich der 37-Jahre alte Mann nicht zu den Vorwürfen geäußert.
Als Ursache des Brandes schließt die Magdeburger Staatsanwaltschaft einen technischen Defekt an einem elektronischen Gerät komplett aus. Die Kinder hätten unter Umständen mit einem Feuerzeug gespielt, hieß es in einer Stellungnahme. Dafür spräche, dass das Feuer wahrscheinlich in einem der Kinderbetten entstand.
Bei dem Brand war am Mittwoch der laufenden Woche ein 20 Monate alter Junge zu Tode gekommen. Seine beiden kleinen Schwestern hatten schwer verletzt das Feuer überlebt und befinden sich weiterhin im Magdeburger Krankenhaus. Zum Zeitpunkt des gestrigen Unglücks waren die drei Kinder alleine in der elterlichen Wohnung. Die Mutter der drei Kinder war am Morgen vor dem Feuer wegen Bauchbeschwerden ins Magdeburger Krankenhaus gekommen.